Grundinformationen zur Ebola-Epidemie


Ebola-Krankheit

Die Krankheit wurde beim Menschen erstmal 1976 im Sudan und in der Demokratischen Republik Kongo entlang des Flusses Ebola festgestellt.[1] Die Infektion von Mensch zu Mensch erfordert engen Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten oder Organen von Erkrankten oder Verstorbenen. Nach einer Inkubationszeit von etwa 10 (2–21) Tagen erfolgt ein abrupter Krankheitsbeginn mit schweren frontalen und temporalen Kopfschmerzen, Halsschmerzen, gefolgt von hohem Fieber und Muskelschmerzen, speziell im Rücken, sowie wässrigen Durchfällen, die rasch zu Dehydrierung führen. Am 5. bis 7. Krankheitstag entwickelt sich ein charakteristischer Hautausschlag, der nach 3–4 Tagen wieder abschuppt. Viele Patienten bekommen am 5. bis 7. Krankheitstag schwere Blutungen (Haut, Schleimhaut, Nase, innere Organe, besonders Leber, Milz und Magen-Darm-Trakt).[2] Bislang besteht für Ebola weder eine Therapiemöglichkeit noch eine Impfung.[1] Der Tod tritt gewöhnlich nach 7–16 Tagen als Folge des schweren Blutverlusts ein.[2]

Derzeitige Epidemie

Der aktuelle Ebola-Ausbruch begann im Dezember 2013 in Guinea und breitete sich nach Sierra Leone und Liberia aus; es gab auch einige Fälle in Nigeria.[3] Mit rund 1.700 bestätigten und verdächtigen Infektionen sowie ca. 1.000 Toten (Stand 8. August 2014) handelt es sich um die bislang stärkste und längste Ebola-Epidemie, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu veranlasste, einen internationalen Notfall der öffentlichen Gesundheit zu erklären.[3]

Hoffnung auf Medikamente

Bislang gibt es keine wirksame medikamentöse Vorbeugung oder Behandlung von Ebola. Die Maßnahmen, die zur Bekämpfung von Ebola-Epidemien eingesetzt werden, sind daher solche der klassischen Seuchenbekämpfung: Identifikation von Infizierten, Isolation von Infizierten, palliative Symtomlinderung, sichere Bestattung der Verstorbenen, Schutz der HelferInnen. Seit Ausbruch der aktuellen Epidemie werden große Hoffnungen in experimentelle Wirkstoffe gesetzt. Ein solcher Hoffnungsträger ist „ZMapp“ der kleinen US-amerikanischen Firma Mapp Biopharmaceuticals. Bislang wurde ZMapp lediglich an Tieren getestet; beim Menschen ist der Einsatz von ZMapp weder auf seine Sicherheit noch auf seine Wirksamkeit getestet worden. Ähnlich verhält es sich mit anderen Wirkstoffen, die in den Labors verschiedener Pharmafirmen entwickelt werden.

Referenzen

[1] Ärzte ohne Grenzen. Ebola. http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/hilfseinsaetze/wann-wir-aktiv-werden/krankheiten/ebola/ (12.8.2014).
[2] Österreichische Apothekerkammer. Ebola Viruserkrankung. http://www.apotheker.or.at/internet/oeak/NewsPresse.nsf/webPages/5C48F0946E4BD4DEC1256AB800392999?OpenDocument (12.8.2014).
[3] WHO. WHO Statement on the Meeting of the International Health Regulations Emergency Committee Regarding the 2014 Ebola Outbreak in West Africa. http://www.who.int/mediacentre/news/statements/2014/ebola-20140808/en/ (12.8.2014).